Vermeiden Sie das SEO-Spamming aus den Kindertagen des Web – Teil 2: Hyperlinks

6 Januar, 2015

Digital Marketing Tansy OBryant Von Tansy OBryant

Im ersten Teil dieser Reihe haben wir uns mit SEO-Taktiken beschäftigt, die bei vielen Online-Händlern – wissentlich oder unwissentlich – im Textabschnitt einer Website implementiert sind. Diese Black-Hat-Taktiken wurden einst in den Kindertagen des Web von SEM-Spezialisten entwickelt und gelten inzwischen als Spam.

Heute beschäftigen wir uns mit SEO-Strategien für Hyperlinks, die zu einer Abstrafung durch Google führen.

Verborgene Hyperlinks

Wenn sich Hyperlinks optisch nicht als solche erkennen lassen, handelt es sich um verborgene Links. Dies umfasst alle Hyperlinks, deren Darstellung sich nicht vom übrigen Text unterscheidet, zum Beispiel wenn die Farbe eines Links mit der Hintergrundfarbe identisch ist und die Verknüpfung nicht durch besondere Formatierung oder Unterstreichung hervorgehoben wird.

Viele Online-Händler versuchen mithilfe von verborgenen Links, die Klickpfade der Besucher auf den Seiten zu steuern und jede Ablenkung vom eigentlichen Text zu vermeiden.

Die beste Lösung ist, einen deutlich sichtbaren (und nachvollziehbaren) Klickpfad für die Besucher der Site zu entwerfen. Viele Besucher verbringen mehr Zeit auf einer Website, wenn die Navigationsmöglichkeiten klar ersichtlich und einfach zu bedienen sind.

Wenn Sie die Darstellung von eingebetteten Links stört, können Sie spezielle Menüs zur Mikronavigation auf der Seite implementieren.

Link-Swapping

Als Betreiber Ihrer Website erhalten Sie vermutlich immer wieder E-Mails von fremden Webmastern mit dem Vorschlag, beide Websites durch „Link-Swapping“, also den Tausch von Hyperlinks, miteinander zu verknüpfen.

In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um Spam. Am besten ignorieren Sie solche Anfragen und Tauschgeschäfte. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Ihr Hyperlink zusammen mit einer Vielzahl von anderen Links irgendwo auf einer Spam-Sammelseite mit dem Namen „links.html“ landet.

Kostenpflichtige Links

Im Internet werden immer wieder SEO-Dienste angeboten, bei denen Sie für fremde Hyperlinks bezahlen sollen, die zurück auf Ihre eigene Website verweisen, um deren Platzierung in Suchergebnislisten zu verbessern. In der Theorie bedeutet das: „Je mehr Links auf Ihre Seite verweisen, umso besser ist das Ranking.“ Was sich tatsächlich dahinter verbirgt: „Versuchen Sie, die Suchmaschinen zu überlisten, indem Sie eine höhere Popularität vortäuschen.“

Der Penguin-Algorithmus von Google findet schnell heraus, ob Sie sich einen Link nur gekauft oder aber ehrlich verdient haben, zum Beispiel durch gute partnerschaftliche Zusammenarbeit. Wenn Ihre Website von einem „Penguin-Penalty“ betroffen ist (ohne manuelle Spam-Aktion), macht sich dies durch einen langsamen Rückgang der Seitenaufrufe bemerkbar.

Um die Abstrafung rückgängig zu machen, wenden Sie sich an die zuständigen Webmaster und lassen Sie alle kostenpflichtigen Links auf Ihre Website entfernen. Vereinbaren Sie mit den Betreibern von Blogs und anderen Websites, die auf Ihre Seiten verweisen dürfen, den einzelnen Links jeweils das Tag „rel=no follow“ hinzuzufügen. Aktualisieren Sie außerdem regelmäßig das „Disavow-Tool“ von Google, mit dem Sie schädliche Links für ungültig erklären können.

Engagieren Sie sich aktiv in den sozialen Medien und stellen Sie relevante Online-Inhalte für die Produkte Ihres Unternehmens zur Verfügung, um Ihre Social-Media-Links zu verbessern. Veröffentlichen Sie anstehende Termine in einem Kalender, um mit Ihren Kunden und Geschäftspartnern in Verbindung zu bleiben. Nichts ist wichtiger für den Geschäftswert Ihres Unternehmens als das Viral-Marketing in den sozialen Netzwerken.

Zusammenfassung

Als SEM-Experte müssen Ihnen alle Spam-Taktiken geläufig sein, die Google erkennen kann. Vermeiden Sie die Wiederholung von bekannten Fehlern (auch wenn diese Fehler zum Teil schon mehrere Jahre zurückliegen und damals nicht Ihnen, sondern anderen Leuten passiert sind).

Abschließend möchte ich Ihnen noch die Lektüre der Google-Richtlinien für Webmaster empfehlen. Dort sind alle Spam-Taktiken aufgeführt, die zur Abstrafung durch Google führen – von den Kindertagen des Web bis heute.