Wichtiges Update für Google Shopping in den Startlöchern

11 Februar, 2016

Digital Marketing Laura Lane Von Laura Lane

Schalten Sie Google-Werbung? In den kommenden Monaten wird die Nennung der globalen Artikelnummer (Global Trade Item Number, kurz GTIN) bei Google für alle neuen, vorrätigen Produkte, denen vom Hersteller eine solche zugewiesen wurde, obligatorisch.

Vielleicht erinnern Sie sich: 2015 aktualisierte Google die technischen Anforderungen an den Produktdatenfeed für sein Shopping-Angebot. Händler wurden gebeten, gültige GTINs für alle Produkte einzureichen, die zu 50 ausgewählten Marken gehörten.

Werden Sie nun von den neuen Anforderungen betroffen sein? Und wie müssen Sie reagieren? Unten finden Sie die wichtigsten Antworten – und alle relevanten Fristen.

Warum sind GTINs bei Google jetzt obligatorisch?

GTINs sind eindeutige Kennungen, mit denen Google genau erfassen kann, welche Artikel Sie verkaufen, so dass Ihre Produkte auf dem globalen Markt identifiziert werden können. Gleichzeitig verschafft sich Google mit dem Schritt Zugriff auf wertvolle Informationen zu Ihren Artikeln. Diese Daten können in weiteren Anzeigenformaten bei Google Shopping verwendet und dort angezeigt werden, wo sie für Ihre User am relevantesten sind – z. B. auf YouTube und anderen Partner-Sites.

Messungen von Google zufolge verzeichnen Händler, die ihre Produktdaten um korrekte GTINs ergänzen, 40 % mehr Klicks und einen Anstieg der Conversion-Raten um beeindruckende 20 %.

Bin ich von diesem Update betroffen?

Wenn Sie mit Markenprodukten handeln, die viele andere Händler ebenfalls im Angebot haben, ist es gut möglich, dass die neuen Anforderungen auch Sie betreffen. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Produktdaten auf dem neuesten Stand sind und die korrekten GTINs aufweisen.

Übrigens betreffen diese Updates nicht nur Händler in Deutschland – sondern gelten auch, wenn Ihre Zielmärkte Australien, Brasilien, Tschechien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, die Niederlande, Spanien, die Schweiz oder die USA sind.

Handeln Sie mit individuell (hand-)gefertigten oder gebrauchten Artikeln, sind Sie von der Veränderung wahrscheinlich nicht betroffen. Dennoch empfehlen wir Ihnen, so viele eindeutige Kennungen in Ihre Daten aufzunehmen wie möglich, da dies der Anzeigen-Performance zusätzlichen Schub verleihen kann.

Wo finden Sie die richtigen GTIN-Werte für Ihre Produkte?

Die meisten Produkthersteller liefern die GTIN gleich mit. Sie ist in der Regel mit einem Strichcode auf Artikeln für den Einzelhandel aufgedruckt. Es handelt sich um einen meist 13- (gelegentlich auch 8- oder 14-)stelligen Wert.

Sollten Sie keine GTINs von Ihren Zulieferern oder anderen Teilen Ihrer Organisation erhalten, oder falls Sie Ihren Bestand nicht selbst verwalten, können Sie von Ihrem Distributor oder Lagerhalter eine GTIN-Liste anfordern. Mehr Infos zu den Produktkennungen finden Sie im Hilfebereich des Google Merchant Center.

Wichtiger Hinweis: Sie sollten GTINs nie selbst erstellen oder kaufen Google wird Ihre Angebote in diesem Fall schnell abstrafen.

Wichtige Termine

8. Februar: Für Produkte ohne GTIN wird eine Warnung ausgegeben

Vielleicht sind Sie ja bereits über einen der Warnhinweise gestolpert, die Sie daran erinnern, GTINs hinzuzufügen. Diese lauten z. B. „Missing GTIN“ (Fehlende GTIN) oder „Invalid GTIN“ (Ungültige GTIN) und werden in Ihrem Google-Konto für Produkte angezeigt, die nicht den Anforderungen entsprechen. Nehmen Sie sich die Erinnerung zu Herzen und aktualisieren Sie Ihre Daten entsprechend.

15. Mai: Jetzt wird’s ernst

Ab diesem Zeitpunkt wird Produkten, deren Daten nicht wie angefordert ergänzt wurden, seitens Google die Genehmigung entzogen. Es kann dann passieren, dass die Artikel so lange nicht mehr bei Google Shopping auftauchen, bis Sie die Situation begradigt haben. Achten Sie also darauf, nichts zu übersehen, da dies Ihre Absatzzahlen empfindlich stören könnte. Bis zum Stichtag sollten Sie alle GTIN-Anforderungen erfüllen, um weiter erfolgreich auf Google werben zu können. Falls Sie glauben, dass ein Artikel fälschlicherweise abgestraft wurde oder tatsächlich nicht über eine GTIN verfügt, können Sie eine manuelle Prüfung beantragen.

Die nächsten Schritte

Fangen Sie, wenn Sie vom Update betroffen sind, möglichst bald an, Ihre Produktfeeds um GTINs zu ergänzen, damit Ihre Anzeigen nicht ausgesetzt werden. Die Vorgaben zu erfüllen, hat davon abgesehen auch den Vorteil, dass Ihre Kunden Ihre Produkte besser finden. Verlieren Sie also keine Zeit!

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