Die Gewinnstrategien für soziale Medien, die jeder Einzelhändler kennen sollte

9 September, 2015

Digital Marketing Laura Lane Von Laura Lane

Neueste Zahlen zeigen: Bereits im letzten Jahr nutzten mehr als 2 Milliarden Menschen soziale Medien. Das entspricht etwa einem Drittel der Weltbevölkerung. Während die Plattformen früher vorwiegend dazu dienten, mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben, Neuigkeiten und Bilder auszutauschen, hat sich das Umfeld inzwischen rapide verändert und bewegt sich mehr und mehr in Richtung E-Commerce. In dem Versuch, ihre Websites zu Geld zu machen, bieten die sozialen Netzwerke den Einzelhändlern jetzt mehr Werbemöglichkeiten als jemals zuvor. Darüber hinaus testen sie ständig neue Funktionen aus, um den Benutzern das Einkaufen noch einfacher zu machen.

Diese Entwicklung bietet Online-Retailern eine große Chance, ihre Gewinne zu steigern. Umso entscheidender ist es, mit den neuesten Entwicklungen in der Welt der sozialen Medien Schritt zu halten. Hier fassen wir die aktuellen Trends in den sozialen Medien, über die Einzelhändler Bescheid wissen sollten, in aller Kürze zusammen.

Facebook

Facebook dominiert weiterhin die Landschaft der globalen sozialen Medien. Vor einigen Wochen hat das Netzwerk den Meilenstein von 1 Milliarde Benutzerzugriffen an einem Tag erreicht. Und im Bemühen, die Einnahmen zu erhöhen, die dynamischen Produktanzeigen eingeführt. Diese Retargeting-Anzeigen helfen Ihnen dabei, Ihre Produkte bei Facebook-Benutzern orientiert an deren Verhalten auf Ihrer Internetseite zu bewerben.

Die Anzeigen werden direkt in den News-Feeds der Käufer angezeigt, die sich kürzlich auf Ihrer Seite bestimmte Produkte angesehen oder eine Bestellung angefangen, jedoch nicht durchgeführt haben. Die Werbeanzeigen können auch gezielt Käufer ansprechen, die ein bestimmtes Produkt erworben haben und auf der Suche nach ähnlichen oder ergänzenden Produkten sind. Für Desktop- und mobile Anwendungen hat Facebook außerdem seinen neuen Kaufen-Button einer größeren Anzahl an Händlern verfügbar gemacht. Die Schaltfläche kann in den Facebook-Beiträgen ebenso angezeigt werden wie in beworbenen Anzeigen.

Pinterest

Schon länger gilt Pinterest als natürliche Ergänzung für die Expansion in den E-Commerce. Eine neue Pinterest-Umfrage hat ergeben, dass 87 % der Benutzer ihre Kaufentscheidungen basierend auf den Informationen treffen, die sie auf dieser Seite gefunden haben.

Pinterest ist eine Seite, auf der die Benutzer ihre Bilder hochladen, speichern, ordnen und verwalten können. Die Bilder selbst werden hier Pins genannt, und die virtuellen Bilderkollektionen heißen Boards. Dabei können die Benutzer Wunschlisten erstellen und sich von anderen inspirieren lassen. „Rich Pins“ sind dabei Pins, die es Ihnen erlauben, auf dem Pin selbst weitere Produktinformationen unterzubringen. Durch diese zusätzlichen Informationen und Genauigkeit können Sie dafür sorgen, dass Ihre Produkte sich unter denen der anderen Händler hervorheben. Außerdem können Sie die Benutzer benachrichtigen, wenn ein Produkt in einem ihrer Pins im Preis gesenkt wird.

„Promoted Pins“ ermöglichen die Bewerbung spezieller Pins gegenüber einer bestimmten Zielgruppe. Dadurch tauchen diese Pins in den relevanten Suchergebnissen und den Feeds auf der Startseite der Benutzer auf. Sie bezahlen dabei pro Aktivität – also etwa, wenn jemand auf die Werbung klickt, um sie näher zu betrachten, einen neuen Pin damit erstellt oder Ihre Internetseite besucht. Aus ersten Untersuchungen weiß Pinterest, dass die Werbekunden durch die „Promoted Pins“-Kampagnen einen 30-prozentigen Earned-Media-Anstieg erlebten.

In den USA hat Pinterest darüber hinaus kürzlich die Funktion der „Buyable pins“ (kaufbaren Pins) gestartet. Wir konnten letzte Woche einen ersten Blick darauf erhaschen. Falls diese „Buyable Pins“ auch in hierzulande eingeführt werden, ermöglicht der Browser einen Kauf des Produkts, ohne dass die Benutzer dafür die Pinterest-Seite verlassen müssen. Außerdem erscheinen diese Pins auch in den Feeds auf der Startseite, in den Boards und in den Suchergebnissen. 

Twitter

Trotz des zunehmenden Erfolgs der neuen sozialen Medien ist Twitter noch immer sehr beliebt. Das Unternehmen behauptet, über316 Millionen monatlich aktive Benutzer zu verfügen, die 500 Millionen Tweets pro Tag senden. Im September 2014 hat Twitter seinen neuen Kaufen-Button bei einer ausgewählten Anzahl von Einzelhändlern eingeführt. Wenn der Test erfolgreich verläuft und der Button allgemein übernommen wird, könnte dies Twitter in Zukunft zu einer wichtigen Plattform für den E-Commerce machen.

Händler haben aktuell verschiedene Möglichkeiten, auf Twitter Werbung zu betreiben. Dazu gehören Produktkarten, die an Tweets angehängt werden, um Ihre Produkte mit Bild, Beschreibung und ein paar wenigen wichtigen Produktdetails zu zeigen. Diese können sehr hilfreich sein, wenn es darum geht, Besucher auf eine bestimmte Internetseite zu bringen. Amazon hat einen anderen Weg eingeschlagen und sich mit Twitter zusammengeschlossen, um den Kunden zu ermöglichen, ihrem Amazon-Einkaufswagen nahtlos Produkte hinzuzufügen, ohne dafür die Twitter-Plattform verlassen zu müssen. AmazonBasket ist eine weitere relativ neue Funktion, die es den Verbrauchern erlaubt, als Teil einer Erwiderung auf Produkt-Tweets das Hashtag #AmazonBasket einzusetzen. Dadurch wird das Produkt automatisch dem Einkaufswagen des Benutzers hinzugefügt, und er kann den Kauf später auf Amazon abschließen.

Was Sie sonst noch bedenken sollten

Neu aufkommende US-amerikanische Social-Media-Sites, auf die es sich lohnt, ein Auge zu haben, sind unter anderem Wanelo, Polyvore und Houzz. Wanelo ist im Grunde ein digitales Einkaufszentrum mit über 550.000 Shops, in denen die Besucher Produkte suchen, verfolgen und kaufen können. Houzz ist eine Plattform, die sich speziell an den Einrichtungs- und Heimwerkermarkt wendet. Bei Polyvore handelt es sich um eine Mode-Plattform, die allerdings auch die Gestaltung von Wohnräumen mit umfasst und die Benutzer dazu ermutigt, Collagen von Produktbildern auszutauschen. Mit einem durchschnittlichen Umsatz pro Bestellung von66,75 USD ist Polyvore derzeit das für den Vertrieb lukrativste soziale Medium.

Wir hoffen, diese Zusammenfassung des aktuellen Stands in Sachen Social Media hat Ihr Interesse geweckt. Wir beobachten ständig den Markt, um die neuesten Entwicklungen zu erkennen. Es lohnt sich also, wenn Sie bald wieder bei uns vorbeischauen.

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