Twitter startet erste Testläufe für seine Kaufen-Schaltfläche

Die Weihnachtselfen bei Twitter haben mit Feuereifer daran gearbeitet, die Social-Media-Strategie von Twitter enger mit dem Onlinehandel zu verknüpfen. In den letzten Monaten wurden der #AmazonCartWeihnachts-Wunschlisten und die Kaufen-Schaltfläche eingeführt bzw. angekündigt, und seit kurzem gibt es auch die Twitter-Angebote. Es tut sich also eine Menge in Sachen E-Commerce. Künftig wird der Weihnachtsmann seinen Schlitten wohl mit Geschenken bepacken, die über Twitter geordert wurden.

Am vergangenen Donnerstag brachte AMC Theatres sein Feiertagsangebot an den Start: einen 30-USD-Geschenkgutschein in Form eines „Buy now“-Tweets. Damit war AMC Theatres das erste Unternehmen, das auf die Twitter-Weihnachtsaktion aufsprang.

Als Social-Media-Nerd musste ich diese Social-Commerce-Neuheit natürlich direkt ausprobieren. Und glücklicherweise ist unter denen, die ich in diesem Jahr beschenken möchte, auch ein großer Filmfan.

Die Einkaufserfahrung war so, wie sie sein sollte: nahtlos. Ich konnte die Geschenkkarte kaufen, ohne die Twitter-App verlassen zu müssen. Mein nur drei Minuten dauernder Einkauf ist in den Screenshots unten dokumentiert.

1. So sah der Tweet in der mobilen Twitter-App auf einem Samsung Galaxy 5 aus. Wenn man die Twitter-Seite von AMC Theatres auf einem Desktop aufruft, kann man sehen, dass der Tweet für einen leichteren Zugang oben auf der Seite „festgepinnt“ ist.

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 2. Nach dem Klicken auf „Buy“ (Kaufen) wurde mir eine ausführlichere Ansicht und Beschreibung des Angebots präsentiert. Übrigens bekam ich sogar noch eine kleine Gratisportion Popcorn – toll!

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3.  Nachdem ich auf die blaue „Buy now“-Schaltfläche (Jetzt kaufen) geklickt hatte, wurde ich aufgefordert, meine Kreditkarten- und Versandinformationen einzugeben. Diese Informationen werden gespeichert, so dass sie bei zukünftigen Transaktionen nicht erneut eingegeben werden müssen.

Sie fühlen sich unwohl bei dem Gedanken, persönliche Daten wie Ihre Kreditkarteninformationen an Twitter zu übermitteln? Keine Sorge. Twitter arbeitet mit dem Online-Zahlungsdienstleister Stripe zusammen, der für seine hohen Sicherheitsstandards bekannt ist und womöglich sogar sicherer ist als PayPal. Die bei Twitter eingegebenen Kreditkartendaten werden nie an Ihren Server übermittelt. Stattdessen gehen sie direkt an Stripe. Stripe steht übrigens auch hinter der vergleichbaren Einkaufs-Schaltfläche auf Facebook sowie hinter Apple Pay von Apple und Alipay von Alibaba.

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4. Nach Eingabe meiner Zahlungsdetails konnte ich meine Bestellung (inklusive der Versanddaten) noch einmal durchgehen, um dann den Kauf abzuschließen.

In einem Hinweis stand „Sold by AMC Theatres (via FANCY)“ (Verkauft durch AMC Theatres über FANCY). Fancy.com  ist eine Shopping-App und eines der diversen E-Commerce-Unternehmen, mit denen Twitter das neue Einkaufserlebnis per Tweet realisiert.

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5. Nach der Kaufbestätigung wurde mir sofort mitgeteilt, dass die Bestellung an meine Adresse versandt würde. Der Tweet, über den ich eingekauft hatte, wurde automatisch geschlossen, und ich gelangte zurück zum Twitter-Feed von AMC, zusammen mit einer Popup-Benachrichtigung mit den Details zu meinem Kauf.

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Was AMC allerdings mitzuteilen versäumte, war der voraussichtliche Liefertermin. Vielleicht wird Twitter solche Daten zur Versandnachverfolgung im weiteren Verlauf seiner E-Commerce-Offensive noch nachreichen.

Immerhin befindet sich der Twitter-Commerce noch in der Frühphase. Derzeit ist das Social-Commerce-Feature von Twitter nur einigen ausgewählten Marken vorbehalten. Wir sind gespannt, wann das Kauf-Feature 2015 für alle Händler nutzbar wird. Bis dahin behalten wir die ersten E-Commerce-Flugversuche des kleinen blauen Vogels natürlich im Auge.

 

Blogbeitrag von Jordan Nowlin, Social Media & Blog Manager, ChannelAdvisor

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