Was Händler über den neuen Mobile-First-Index von Google wissen müssen

Noch haben Händler Zeit, ihre Seiten für den neuen mobilen Index von Google zu optimieren. Der Roll-Out hat zwar im März begonnen, aber wie Google-Analyst John Müller auf Twitter verraten hat, ist noch eine Menge zu tun, bevor Google komplett damit fertig ist. Unsere Marketing-Experten beantworten die wichtigsten Fragen, damit Ihr Seiten auch weiterhin Top-Platzierungen behalten.

1 Warum gibt es einen neuen Index?

Der Name deutet es bereits an. Der neue Mobile-First-Index untersucht die mobile Version einer Webseite zuerst, um sie in den Index und damit das Ranking bei Google aufzunehmen.

Mit dem Schwenk auf den neuen Index reagiert Google nur auf das geänderte Verhalten der Nutzer. Die meisten Suchanfragen bei Google erfolgen inzwischen über mobile Geräte, also in der Regel dem Smartphone.

Die Bezeichnung Mobile-First-Index führt allerdings etwas in die Irre. Es ist nicht so, dass die Suchmaschine jetzt zwei separate „Töpfe“ für die gefundenen Daten pflegt. Nach wie vor gibt es nur einen Google-Index, in dem sowohl mobile Daten als auch die Desktop-Versionen einer Site landen.

Mobile-First ist nur eine andere Herangehensweise für die Aufnahme von Inhalten in den Index. Und eine logische Reaktion auf das aktuelle Verhalten von Kunden und Internetnutzern.

2 Verschlechtert sich jetzt mein Ranking?

Kurzfristig ist damit nicht zu rechnen. In einem älteren Blog Posting von Google spricht das Unternehmen selbst davon, dass es nur darum gehe, wie Inhalte in den Index kommen. Aber nicht darum, wie diese in eine Reihenfolge gebracht werden.

Google hat in einer Reihe von Tweets einige in der Öffentlichkeit falsch dargestellten Informationen korrigiert.

Trotzdem ist es empfehlenswert, sich jetzt intensiver mit der Optimierung von Inhalten für mobile Geräte auseinanderzusetzen.

3 Ich nutze eine separate mobile Version meiner Site. Was soll ich tun?

Setzen Sie auf eine eigene mobile Version der Site oder des Shops, sollten Sie unbedingt auf Folgesndes achten:

  • Die mobile Version sollte alle wichtigen Inhalte der Desktop-Variante enthalten (Text, Bilder und Videos).
  • Beim Einsatz von strukturierten Daten müssen diese auch auf der mobilen Website enthalten sein. Links sollten auf die mobile Version verweisen.
  • Setzen Sie die „Search Console“ von Google ein, müssen beide Varianten dort verifiziert werden.

4 Wie kann ich herausfinden, ob meine Seite für mobile optimiert ist?

Google bietet ein eigenes Werkzeug für den Test auf mobile Freundlichkeit der Seiten an. In der „Search Console“ ist dazu ein eigener Bereich vorgesehen: https://search.google.com/test/mobile-friendly

Nach dem Test werden auch konkrete Hinweise auf Optimierungspotenzial gegeben. Diese sollten Sie nach Möglichkeit kurzfristig umsetzen.

Bereits heute ist die Seitenladegeschwindigkeit ein wichtiger Faktor für ein gutes Abschneiden bei den Suchergebnissen. Wie der Shop dabei abschneidet, können Sie unter https://testmysite.withgoogle.com/intl/de-de selbst ermitteln.

5 Was muss ich in Zukunft für meinen Shop beachten?

Langfristig wird es wohl Verschiebungen in den Suchergebnissen geben. Allerdings ist derzeit noch unklar, welche konkreten Veränderungen es in den Rankingfaktoren geben wird.

Beachtet werden sollten unbedingt die Hinweise auf Best Practise, die Google selbst gibt.

Der Seitenaufbau des Shops sollte so weit wie möglich beschleunigt werden. Zu einem optimalen Nutzererlebnis auf mobilen Geräten, worum es Google ja in erster Linie geht, gehören:

  • Alle Inhalte sind ohne Zoomen lesbar.
  • Schaltflächen sind so groß, dass diese auch auf kleinen Displays ausgewählt werden können.
  • Binden Sie keine Elemente ein, die auf mobilen Geräten nicht dargestellt werden können. Zeigt das Ergebnis von „Test my Site with Google“ viele „nicht abrufbare Elemente“, schenken Sie diesen zuerst Ihre Aufmerksamkeit.
  • Vermeiden Sie Werbeeinblendungen im sichtbaren Bereich und verzichten Sie dabei etwa auf Overlays.

ChannelAdvisor wird für Sie die weitere Entwicklung aktiv beobachten und über Neuerungen berichten.

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