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International verkaufen – mit Amazon

Amazon international Karte

Amazon bietet Dritthändlern mit 11 Marktplätzen weltweit eine hervorragende Bühne, um lokal und global neue Kunden zu erreichen. Viele Einzelhändler vertrauen deshalb bei der Expansion in andere Länder auf den Handelsriesen und seine grenzübergreifend einheitliche Plattform und konsistenten Prozesse.

Methoden zum internationalen Verkauf über Amazon

Passive Angebote: Wenn Sie bereits auf Amazon als Händler tätig sind, können Sie mit Ihren bestehenden Angeboten auch internationale Kunden ansprechen. In Ländern, in denen Amazon keine lokalisierte Website hat, können Kunden auf den globalen Amazon-Marktplatz zugreifen. Wenn Sie Ihre Produkte über Ihr Heimatkonto für den Export verfügbar machen, erreichen Sie diese Käufer.

Dabei erhalten Sie dieselbe Bezahlung, die Sie bei einer Transaktion im Heimatland bekämen. Wenn Sie den Versand durch Amazon (FBA) nutzen, können Sie übrigens am FBA-Exportprogramm teilnehmen, das Auslandsbestellungen unkompliziert für Sie abwickelt. Amazon kümmert sich dann um den Exportvorgang, den Kundenservice im Zielland – und gegebenenfalls auch um Retouren. Somit bietet sich Ihnen hier die perfekte Gelegenheit, neue Regionen zu erkunden und herauszufinden, welche Produkte wo besonders gut ankommen. Außerdem bekommen Sie einen ersten Eindruck, mit wievielen Retouren zu rechnen ist. Wenn Sie den Versand lieber selbst abwickeln möchten, sollten Sie sich vor der Expansion gut überlegen, wie Sie Lieferungen, Rücksendungen und Anfragen in und aus anderen Regionen managen wollen.

Der passive Ansatz eignet sich gut für erste Gehversuche im Cross-Border Trade (CBT) und hilft, beim internationalen Verkauf etwas Selbstbewusstsein zu sammeln. Das aktive Einstellen von Angeboten wäre dann der nächste Schritt für Ihren CBT.

Aktives Einstellen von Angeboten: Etwas mehr Engagement benötigen Sie, wenn Sie Ihre Angebote direkt auf internationalen Amazon- Sites einstellen und den Kunden in den jeweiligen Ländern zugänglich machen wollen. Glücklicherweise ist bei Amazon auch dieser Vorgang sehr einfach – dank der „Unified Accounts“, der vereinheitlichten Konten.

Mit dem Unified Account für Nordamerika können Sie Angebote in den USA, Kanada und Mexiko zentral ansteuern. Das vereinheitlichte Konto für Europa umfasst Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien. Die Hauptvorteile dieser beiden Konten: 1.) Sie müssen nicht mehrere separate lokale Konten eröffnen und 2.) Sie zahlen nur eine Monatsgebühr als gewerblicher Verkäufer, die über Ihren Heimat-Marktplatz berechnet wird.

Selbstverständlich können Sie auch auf den chinesischen und japanischen Ablegern von Amazon verkaufen. Allerdings benötigen Sie dann für jeden Marktplatz ein eigenes Konto. Für die Region Asien-Pazifik gibt es kein vereinheitlichtes Konto.

Mit der Funktion Angebote international erweitern können Ihre Originalangebote mit den ASINs bestehender Produkte auf den gewünschten Zielmarktplätzen abgeglichen und dort eingestellt werden. Beachten Sie, dass die neuen Angebote auch übersetzt werden müssen. Wir können Ihnen dafür gleich mehrere ChannelAdvisor-Partner empfehlen. Zudem benötigen Sie einen eigenen Kundenservice für den jeweiligen Sprachraum. Google Translate reicht schlicht nicht aus, um Kundenanfragen befriedigend zu beantworten. Für den Anfang empfehlen wir abermals, auf FBA zu setzen, wenn Ihnen der Aufbau eines eigenen Kundendiensts im Ausland zu heikel erscheint.

Empfehlungen

Für die internationale Expansion mit Amazon und ChannelAdvisor empfehlen wir einen in mehrere Phasen unterteilten Ansatz. Vielleicht fangen Sie mit passiven Angeboten an, Bestellungen aus dem Ausland entgegenzunehmen. Dann folgt der Launch auf einem neuen Amazon-Marktplatz. Das von ChannelAdvisor voll unterstützte europäische Versandnetzwerk (European Fulfilment Network, kurz EFN) von Amazon ist ein guter Ausgangspunkt. Mit dem EFN lassen Sie Ihre Produkte über FBA an EU-Kunden ausliefern, die über einen der fünf europäischen Amazon-Marktplätze bei Ihnen einkaufen. Der Warenbestand ist dabei zentralisiert.

Fallstricke

Wenn Sie international Handel treiben, müssen Sie unbedingt gründlich prüfen, ob Ihre Produkte für das gewünschte Zielland auch geeignet sind. Am wichtigsten ist natürlich, dass Sie nicht gegen geltendes Gesetz verstoßen. Aber auch bei den Produktstandards gibt es von Land zu Land Unterschiede. So eignen sich z. B. MP3-Player, deren Ladeadapter auf 110-220 V Netzspannung ausgelegt sind, möglicherweise nicht für europäische Marktplätze, können aber in Japan verkauft werden. Federbetten, die sich in Großbritannien hervorragend verkaufen, können in den USA echte Ladenhüter sein, da die Standard-Matratzengrößen voneinander abweichen. Ausführlichere Details, Produktbeschränkungen und andere Anforderungen finden Sie auf den Seiten von Amazon Steuern und gesetzliche Vorschriften. Wenn Sie weitere Fragen haben, können Sie sich auch an Amazon-Partner oder ChannelAdvisor-Partner wenden.

Wir empfehlen Ihnen ausdrücklich, zunächst eine große Auswahl, jedoch nur in kleinen Stückzahlen über FBA anzubieten. Verlassen Sie sich beim Versand Ihrer Produkte und der Beantwortung der meisten Kundenanfragen auf Amazon und testen Sie zunächst den internationalen Markt.

Neue Marktplätze sollten dann phasenweise erschlossen werden – wenn Sie versuchen, alle gleichzeitig zu bedienen, kann der Aufwand schnell überwältigend werden. Selbst die erfahrensten Händler stoßen immer wieder auf Probleme und Herausforderungen, z. B. im Hinblick auf Rückfragen von Kunden. Bedenken Sie, dass Amazon bei Bestellmängeln sehr strikt ist. Wenn Sie FBA nicht nutzen, kann die Rate an Bestellmängeln schnell in die Höhe schießen. Ein Beispiel: Wenn es bei zwei Bestellungen zu Problemen kommt, Sie aber in einem neuen Land nur 100 Einheiten im Monat absetzen, liegt die Rate bereits bei 2 % – deutlich oberhalb des von Amazon festgelegten Schwellenwerts von 1 %. Das Ergebnis: Sie werden möglicherweise, kaum dass Sie den Marktplatz betreten haben, wieder gesperrt.

Mit einem planvollen, in Phasen unterteilten Markteintritt minimieren Sie das Risiko, sich zu verzetteln und schlechte Ergebnisse einzufahren. Schneller geht die Expansion, wenn Sie auf FBA setzen und Versand plus Kundenservice Amazon überlassen.

Sie möchten mehr über die Expansion in neuen Regionen erfahren? Dann laden Sie unser E-Book Cross-Border Trade für deutsche Einzelhändler herunter, dass viele praktische Tipps für Sie bereithält.

Blogbeitrag von: David Le Roux, Senior Account Manager, ChannelAdvisor

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